Testbericht: Ecowizz Smartplug

Ecowizz war so freundlich mir ihr Produkt zu einem grosszügigen Vorzugspreis anzubieten. Ich habe das System, welches mit Hilfe sogenannter Smartplugs, die zwischen Verbraucher und Steckdose geschaltet werden, hilft, auf einfache und komfortable Weise den eigenen Stromverbrauch zu messen und zu optimieren, nun einige Zeit getestet.

Das Paket besteht aus einem Smartplug, einem USB-Empfänger sowie einem Web-Account. Die Installation ist simpel und auch ohne beigelegter Anleitung schnell und einfach erledigt. Nachdem man den Smartplug zwischen Steckdose und Verbraucher und den USB-Empfänger an den Computer gesteckt, sich auf der Ecowizz-Webseite registriert und die kleine Software installiert hat, kann man auch schon loslegen.

Die Web-Plattform besteht aus zwei Haupteilen, der Konsole und der Analyse. Auf Ersterer lassen sich Einstellungen an den Smartplugs vornehmen, während man im Analyse-Bereich den Stromverbrauch, der von den Smartplugs gemessen wird, auswerten kann. Es lassen sich die Daten für den aktuellen Tag, die letzte Woche oder die letzten 12 Monate anzeigen. Darunter werden auch der Trendwert sowie Umrechnungen angezeigt. So wird mir erklärt, dass mein Verbrauch auf ein Jahr hochgerechnet 11 Quadratmeter Waldfläche zur Absorbierung des CO2 benötigt, 104.7 Franken kosten oder 0.5 100-W-Glühlampen im Dauerbetrieb gleichkommt.

Ich habe mein Smartplug im Wohnzimmer installiert und vor die Steckerleiste gehängt, an welcher der grösste elektronische Kram, bestehend aus Fernseher, Swisscom und Apple TV, Bluray-Player, Xbox, Time Capsule und Sound-System, meiner Wohnung angeschlossen ist. Neben der ganzen Statistik, die mir ein Bewusstsein dafür gibt, wieviel Strom das ganze Zeug, auch im Standby, wirklich frisst, nutze ich das Ecowizz-System in erster Linie für die Zeitsteuerung. So stellt der Smartplug die Stromzufuhr unter der Woche um 1 Uhr nachts ab und erst um 17 Uhr wieder ein, am Wochenende Selbiges von 3 Uhr bis 10 Uhr. Möchte ich trotzdem mal eines dieser Geräte nutzen, genügt ein Drücken auf die grüne Taste des Smartplugs, welcher den Strom dann wieder durch lässt. Funktioniert einwandfrei.

Ich mag das Ecowizz-System und die Idee dahinter. Es sieht nicht nur hübsch aus, sondern ist auch einfach zu handhaben und funktioniert zuverlässig und dezent im Hintergrund. Auch wenn Hard- und Software noch nicht ganz perfekt sind und an einigen Ecken und Enden noch Verbesserungspotenzial haben (Sprache: einzelne Wörter auf Französisch, falsche deutsche Übersetzungen & Webseite: will sich partout die Sprache nicht merken, andere kleine Bugs), ist das System ziemlich nützlich, informativ und bereitet sogar Spass beim Stromsparen. Die Steuerung und Einsicht des Systems mit einer Smartphone-App wäre zudem noch ein wünschenswertes Feature für die Zukunft.

Ein Problem gibt es allerdings und das ist der Preis. Mit 159.- Franken für ein Paket mit einem Smartplug und 249.- Franken für eines mit zwei Smartplugs ist das schon ganz schön happig. Zu diesem Preis hätte ich mir das Ecowizz-System nicht gekauft. Logisch gibt’s da auch einiges an Kosten auf Seiten des Herstellers zu decken, für den Endkunden ist das in meinen Augen aber einfach zu teuer.

    1 Leser

  • Lara hat diesen Beitrag gelesen.

    9 Kommentare

  • Marc vor 2 Monaten

    Wie lange geht’s denn ca. bis du diese 159 Fr. für einen SmartPlug mit Stromsparen gespart hast?

  • Joe vor 2 Monaten

    In einem anderen Blog habe ich gelesen, dass ecowizz auch eine Facebookanbindung hat. Nutzt du diese auch? Wie gut funktioniert das deiner Meinung nach?

    • Kevin vor 2 Monaten

      Facebook-Anbindung?! Davon ist mir nichts bekannt und ich habe auch nichts Derartiges entdeckt.

  • Damian vor 2 Monaten

    Also das könnte man ja theoretisch alles auch vom Zähler ablesen und selber umrechnen, nicht? Denn deine Unterhaltungs-Geräte brauchen vermutlich nicht mal ansatzweise so viel Strom wie die wirklichen Fresser: Waschmachine, Geschirrspüler, Warmwasser und so weiter. Aber da kann man ja nur schwer so ein Ding dazwischen koppeln.

    • Kevin vor 2 Monaten

      Ja, da hast du Recht, könnte man. Und für die Zeitsteuerung tut es theoretisch auch eine gewöhnliche Zeitschaltuhr für unter 10 Franken. Der Komfort am Stromsparen ist dann aber gleich null und ich würde es bestimmt nicht machen.

  • Till vor 2 Monaten

    Ich würd’ mir das nichtmal für 50 CHF kaufen. Wenn ich wirklich so heiss drauf wäre, Strom zu sparen würd’ ich ‘ne Steckerleiste dazwischenstecken. Aber gut, ich habe auch nur einen Fernseher, XBOX und 2 Lampen.

    • Kevin vor 2 Monaten

      Es geht ja auch nicht nur darum, dass das Ecowizz-System die Funktion einer besseren Zeitschaltuhr hat, sondern unter Anderem auch darum, dass durch die Web-Plattform mit der Trend-Anzeige und den ganzen Auswertungen das Bewusstsein für den Stromverbrauch gesteigert wird.

      • Damian vor 2 Monaten

        Das ist in der Tat ein Punkt für die. Denn ‘normales’ Zeugs cooler und hübscher zu machen funktioniert immer und befürworte ich auch absolut…

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