Modern Field 3

Generell find ich’s ja ziemlich bescheuert, wenn man ständig alles miteinander vergleicht. Schlussendlich ist das Meiste schlicht und einfach immernoch Geschmacksache und jeder soll sich für das entscheiden, was ihm persönlich am Besten gefällt und seine Fresse halten. Aber – verdammte scheisse nochmal, woah! – Modern Warfare ist tausendmal besser als Battlefield 3. Jetzt mal rein die Singleplayer-Kampagne betrachtet. Eine Helikopter-Schlacht in den Strassenschluchten von Manhatten, eine Schiesserei in der Schwerelosigkeit während eines Flugzeugabsturzes, ein Giftgas-Anschlag in London, eine Verfolgungsjagd mit Panzern in einem Parkhaus – dagegen ist der Nahostkonflikt in Battlefield 3 absoluter Pipifax. Während man im nahen Osten minutenlang mit dem Panzer durch die Wüste scheppert hat man bei Modern Warfare 3 keine ruhige Minute. Ich bin hin und weg. Und ich habe noch nichtmal 50% der Kampagne abgeschlossen. Weil ich ständig auf Pause drücke um den zerstörten Eifelturm oder das zerbombte Hamburg mit dem iPhone fotografisch festzuhalten. Echt jetzt. Das sieht alles so wunderschön… weltuntergangsmässig aus. Grossartig.

Und ja, heute ist übrigens Tag der einfallsreichen Überschriften.

Need For Bay

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Ich glaube, Need For Speed war das erste Rennspiel, das ich so richtig gespielt habe. So richtig, auf Papas Laptop mit dem zu Weihnachten gewünschten Joystick. Das dürfte Need for Speed III: Hot Pursuit gewesen sein. Da war ich gerade mal 8 Jahre alt. Danach verlor ich das Game ein wenig aus den Augen verloren. Gut, Underground war da noch, wo die Kisten allesamt aussahen wie aus der Kornflakes-Packung, das ich mal auf der PlayStation durchspielte. Die anderen Teile blieben aber allesamt mehr oder weniger unbeachtet, wobei da ja auch ein Haufen Schrott dabei war.

Das kommende Need For Speed: The Run sieht aber, zumindest im obigen, von niemand Geringerem als Michael Bay produzierten, Trailer, ziemlich gut aus. Originalgetreue Sportwagen, einstürzende Berge und ein Rennen quer durch die Staaten?! Count me in.

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Driver San Francisco

Ich habe zwar erst den Story-Modus durchgespielt, aber ich wage doch schon ein Fazit zum neuen Teil der Driver-Serie und gleich mal vornweg; Driver San Francisco ist grossartig! Als 10-Jähriger spielte ich Driver auf der PSone stundenlang. Und auch mit den nachfolgenden Teilen Driver 2 und Driv3r hatte ich meinen Spass, obwohl diese beim breiten Publikum nicht mehr so gut ankamen. Beim neusten Sprössling Driver San Francisco besinnte man sich nun ganz auf die Wurzeln zurück, liess die GTA-mässigen Spaziergänge vom zweiten und dritten Teil wieder weg und überlässt dem Spieler abseits des Steuers nie die Kontrolle.

Nicht so schlimm, denn man hat eine riesige Auswahl an lizenzierten Fahrzeugen und ein, zuerst etwas merkwürdig erscheinendes, Shift-Feature zur Verfügung. Weil der Protagonist John Tanner nach einem heftigen Crash im Koma liegt, erlebt er die weitere Jagd auf den Verbrecher Jericho als eine Art Traum, in dem er ja nach Belieben in verschiedene Körper schlüpfen kann.

Zunächst passte mir das Shift-Zeugs nicht so richtig in den Kram, war Driver früher doch ein klassisches Cop- und Gangster-Spiel ohne auch nur ein einziges Fantasie-Element. Das Ganze bringt aber jede Menge Abwechslung ins Spiel und ergibt mit Verlauf der Geschichten dann auch immer mehr Sinn. Bei einer Verfolgungsjagd zum Beispiel ist man nicht darauf beschränkt, dem Gegner die Ganze Zeit mit dem gleichen Auto hinterher zu rasen, sondern kann auch einfach mal schnell in einen massiven LKW im Gegenverkehr wechseln und den armen Kerl von vorne überraschen. Herrlich.

Die Grafik der Zwischensequenzen ist grossartig. Die Autos sind vom Fiat 500 bis zum Pagani Cinque äusserst detailreich und originalgetreu nachgebaut. Und auch ein Maserati klingt wie ein Maserati. Die Texturen der Stadt könnten allerdings etwas liebevoller gemacht sein und warum zur Hölle alle Passanten in der Matrix unterwegs sind, ist mir auch ein Rätsel. So kann man mit 300km/h über die Gehwege donnern, ohne auch nur einen Menschen zu erwischen.

Jedenfalls, Driver San Francisco ist vorallem für Auto-Junkies, aber nicht nur(!), absolut empfehlenswert. Eine unterhaltsame Story, unzählige Nebenmissionen und Mutproben, eine Trillion an arschgeilen Autos (Audi Ur-Quattro S1, Dodge Charger R/T, McLaren MP4, Pontiac GTO The Judge, Range Rover Sport Supercharged!) und ein auserlesener Soundtrack. Der Multiplayer soll auch gut sein, muss ich jetzt aber zuerst noch selbst ausprobieren.

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